Der anykey Webfilter im Praxistest: Ein unsichtbarer Helfer und Schützer

Wenn an Schulen mit iPad oder MacBook unterrichtet wird, birgt dies nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Ein zentrales Thema für Schulleitungen und Behörden ist dabei immer auch der kontrollierte Zugriff auf Inhalte im Internet. Mit dem Webfilter bietet anykey eine für den Schweizer Bildungsraum massgeschneiderte und standortunabhängige Lösung.

Doch wie genau funktioniert der anykey Webfilter – und wie schützt man Schülerinnen und Schüler damit effektiv, ohne die digitale Lernfreiheit einzuschränken? Wir haben bei Alain aus dem anykey Edu-ICT Team nachgefragt.

Der Sinn und Zweck des Webfilters

Alain, warum braucht eine moderne Schule von Tag 1 an einen funktionierenden Webfilter?

Alain: Weil er Lehrpersonen und Schulleitungen im Unterrichtsalltag den Rücken freihält. Wir müssen in der Schul-ICT grundlegend zwischen zwei Aufgaben unterscheiden: dem Sicherheitsauftrag und dem Schutzauftrag.

Der Sicherheitsauftrag betrifft die Infrastruktur: Wir schützen das Schulnetz und die Geräte vor Schadsoftware, Abfisch-Versuchen (Phishing) und modernen Cyber-Angriffen.

Der Schutzauftrag betrifft das Wohl der Kinder: Gemäss Lehrplan 21 lernen Schülerinnen und Schüler den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien direkt im Unterricht. Der Filter fungiert dabei als Sicherheitsnetz im Hintergrund. Er sorgt dafür, dass ein Kind bei der Recherche über Tiere nicht aus Versehen durch einen Tippfehler auf verstörenden, gewalttätigen oder nicht altersgerechten Inhalten landet.

Was genau fängt dieser Filter im Schulalltag ab? Und besteht nicht die Gefahr, dass nützliche Lernseiten aus Versehen blockiert werden?

Alain: Wir orientieren uns an erprobten Schutz-Kategorien für den Schweizer Bildungsraum. Automatisch gefiltert werden Inhalte wie Gewalt, Pornografie, Extremismus und Drogen.

Besonders wichtig ist das Thema Suchmaschinen: Viele ungeeignete Inhalte werden über unregulierte Nischen-Suchmaschinen aufgerufen. Deshalb sperren wir dubiose Webportale pauschal. Damit die Recherchekompetenz im Unterricht aber voll gefördert werden kann, schalten wir die bekannten Standard-Suchmaschinen wie Google, Bing oder DuckDuckGo gezielt frei – allerdings ausschliesslich mit aktivierter SafeSearch-Funktion. Die Kinder recherchieren absolut frei, ungeeignete Treffer werden gar nicht erst angezeigt.

Die beiden «Golden Standard» Richtlinien von anykey

Um den Spagat zwischen Schutz und pädagogischer Freiheit flexibel zu gestalten, bieten wir zwei vordefinierte Richtlinien an:

Golden Standard (Standard): Unser bewährter Standard-Filter, den wir seit Jahren erfolgreich einsetzen. Er schützt zuverlässig vor schädlichen und jugendgefährdenden Inhalten, lässt aber den nötigen Freiraum für den Unterricht.

Golden Standard – Games & Social Media: Aufgrund von vermehrten Anfragen bieten wir diese erweiterte Variante an. Sie basiert auf dem gewohnten Golden Standard, sperrt jedoch zusätzlich Onlinespiele und Social-Media-Plattformen, sofern diese pädagogisch nicht relevant sind. Wichtig: Pädagogisch wertvolle Tools und Plattformen wie Kahoot, Quizlet oder auch Pinterest (das z.B. oft im TTG-Unterricht genutzt wird) bleiben weiterhin bewusst freigeschaltet.

Von jedem gefilterten Gerät aus ist unter debug.dnsfilter.com jederzeit einsehbar, welche Inhaltskategorien blockiert oder erlaubt werden.

Alain, warum empfiehlt anykey vordefinierte Standards, anstatt dass jede Schule ihre eigenen Filter-Regeln definiert?

Alain: Aus einem einfachen Grund: Erfahrung und Qualität. Wir betreuen mittlerweile über 500 Bildungskunden und bringen mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Schweizer Schul-ICT mit. In unserem Team arbeiten selbst ehemalige und aktive Lehrpersonen sowie Schulleitungsmitglieder. Wir kennen den Schulalltag und die rechtlichen Rahmenbedingungen aus eigener Praxis.

Wenn jede Schule eigene Filterlisten pflegt, entsteht ein enormer administrativer Aufwand, der am Ende oft zu mehr Unsicherheiten oder gar Sicherheitslücken führt. Unsere Golden Standards bündeln die Best Practices aus hunderten Schweizer Schulen: maximaler Schutz, minimale Administration und höchstmögliche Rechtssicherheit für die Schulleitung.

Zwei Welten: Schüler-Tablets vs. Lehrpersonen-Geräte

Eine Lehrperson muss für den Unterricht auch mal zu sensiblen oder heiklen Themen recherchieren. Stösst man da als Lehrkraft nicht ständig an Grenzen?

Alain: Nein, weil wir technisch strikt zwischen Schülerinnen und Schülern sowie den Mitarbeitenden unterscheiden:

Geräte für Lehrpersonen (MA-Geräte): Lehrkräfte benötigen maximale Freiheit für die Unterrichtsvorbereitung. Ihr Profil nutzt einen reinen Bedrohungsschutz. Dieser blockiert Viren und gefährliche Phishing-Links, schränkt die inhaltliche Recherche aber in keiner Weise ein.

Geräte für Schülerinnen und Schüler (SuS-Geräte): Hier greift das vollständige Schutzpaket mit allen vordefinierten Alters- und Jugendschutzfiltern.

Tipp aus der Praxis: Wir empfehlen Lehrpersonen, eine vorbereitete Lektion kurz auf einem Schüler-Gerät zu testen. So stellt man sicher, dass alle benötigten Webseiten für die Klasse zugänglich sind.

Schutz auch nach Schulschluss und «Nachtruhe»

Heute nehmen Kinder ihre Arbeitsgeräte bei 1:1-Ausstattungen oft mit nach Hause. Funktioniert dieser Schutz auch im heimischen WLAN?

Alain: Ja, absolut nahtlos. Der Schutz ist direkt auf dem Gerät installiert. Egal ob das Gerät im Schulzimmer, im heimischen WLAN oder unterwegs über einen Mobile Hotspot genutzt wird: Die Regeln gelten überall genau gleich.

Ein riesiger Pluspunkt für Schulen und Eltern ist die einstellbare Nachtruhe: Zu festgelegten Zeiten schaltet sich der Internetzugang auf den Schülergeräten komplett ab. Das Lästige dabei übernehmen wir: Die Zeiten lassen sich pro Schule und Altersstufe individuell anpassen.

Für Primarklassen im Zyklus 2 schaltet das Internet beispielsweise ab 20:30 Uhr ab. Für die Oberstufe im Zyklus 3 erst ab 22:00 Uhr. Das entlastet die Eltern bei Diskussionen am Abendtisch und sorgt für ausgeruhte Kinder im Unterricht.

Minimaler Aufwand: So nimmt anykey den Schulen die Arbeit ab

Wer kümmert sich darum, wenn im Schulzimmer doch einmal eine neue Lernplattform freigeschaltet werden muss? Haben Schulleitungen oder die lokalen IT-Verantwortlichen damit viel Aufwand?

Alain: Nein, genau diesen administrativen Aufwand nehmen wir den Schulen komplett ab. anykey pflegt die Filterlisten bei den Golden Standards zentral als Dienstleister.

Sollte im Unterricht eine Seite fehlen oder fälschlicherweise blockiert sein, reicht es, auf der Sperrseite das Formular auszufüllen oder eine kurze Meldung über unsere Supportseite zu erfassen. Unser Support-Team prüft das Anliegen umgehend. Wenn Lehrkräfte ihren Unterricht im Voraus vorbereiten und mit einem Schülergerät testen, fällt ein gesperrter Link meist vor der Lektion auf – und unser Team schaltet die Seite unkompliziert frei, bevor die Glocke läutet.

Sicherheit im Browser: Versucht ein Schülergerät eine ungeeignete Seite aufzurufen, greift die Sperrseite – inklusive unkompliziertem Freigabe-Formular.

Fazit

Alain, auf den Punkt gebracht: Was ist der grösste Gewinn für eine Schule, die den anykey Webfilter nutzt?

Alain: Die Schulleitungen und ICT-Verantwortlichen haben die Gewissheit, dass ihr Schutzauftrag rechtlich und technisch einwandfrei erfüllt ist – abgestützt auf die  breite Erfahrung der anykey aus über 500 Schulen. Die Lehrpersonen erhalten ein verlässliches Werkzeug für den Unterricht und können sich voll auf das Wesentliche fokussieren: Das Unterrichten.

Möchtet ihr wissen, wie der anykey Webfilter auch eure Schülerinnen und Schüler optimal schützen kann?

Gerne beraten wir euch persönlich oder zeigen euch die nahtlose Einbindung in unsere Gesamtlösungen für den Bildungsbereich.

Dann nehmt jetzt Kontakt mit eurem anykey-Kontakt auf oder schreibt uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch.