Apple sagt dem Datensammeln und Tracken den Kampf an

Im Schnitt enthält jede App sechs sogenannte Tracker. Mit dieser Software werden persönliche Daten über die Nutzerinnen und Nutzer gesammelt. Diese Daten werden dann zusammengefasst und mit anderen Diensten geteilt. Sucht man zum Beispiel auf Amazon nach einem Kühlschrank, so erhält man so auch andernorts Werbung für Kühlschränke angezeigt. Im Fachjargon nennt man das targeted advertising, also zielgerichtete Werbung. Es ist ein Geschäft, das pro Jahr laut Apple rund 230 Milliarden Dollar umsetzt.

Mehr Transparenz und Selbstbestimmung der Nutzer

Bereits letztes Jahr hat Apple angekündigt, dass sie das Werbe-Tracking radikal umkrempeln wollen. Das neue „App-Tracking Transparenz“ Feature in iOS, iPadOS und tvOS, das in den nächsten Wochen lanciert wird, verlangt, dass alle Apps, auch die Apple eigenen, die Erlaubnis des Nutzers einholen. Je nach Entscheid dürfen die Apps oder Webseiten über andere Anbieter oder Sites anderer Unternehmen hinweg verfolgen oder eben nicht.
User können in den Einstellungen sehen, welche Apps eine Erlaubnis zum Tracking von ihnen erhalten haben und diese jederzeit auch wieder entziehen. Es gibt auch die Funktion, das Tracking vollständig zu unterbinden. Ebenso müssen App-Entwickler aufzeigen, was für Daten genau erfasst werden.

Dafür erntet Apple Lob von Datenschützern und Kritik von der Werbeindustrie.

Der Schritt von Apple wird von mehreren Seiten gelobt. „Die neuen Datenschutz-Werkzeuge von Apple sorgen dafür, dass Menschen mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten haben. „Datenbroker und Online-Werbetreibende müssen nun verantwortungsbewusster handeln, wenn sie im Umgang mit Anwendern sind, die Apps von Drittanbietern auf Geräten von Apple nutzen“, erklärt Jeff Chester von der Non-Profit-Organisation Center for Democracy.
Die Werbebranche reagiert jedoch mit Kritik, da gemäss einer Studie, die Facebook durchführen liess, die Werbeeinnahmen auf die Hälfte schrumpfen könnten, falls das Unternehmen die User nicht mehr wie gewohnt ungefragt tracken kann.

Ein Tag im Leben der Daten

Anlässlich des europäischen Datenschutztags vom 28.1.21 hat Apple „A Day in the Life of Your Data“ veröffentlicht. Darin wird anhand eines Vaters, der mit seiner Tochter einen Tag im Park verbringt einfach erklärt, wie Firmen Daten erfassen und wie das Tracking funktioniert. Es wird auch gezeigt, wie die Datenschutzfunktionen in den Produkten von Apple den Nutzern die Werkzeuge und das Wissen an die Hand geben, um ihre persönlichen Daten zu schützen und so zu mehr Transparenz und Kontrolle führen.

„Unser Ziel ist es, Technologien zu entwickeln, welche die Daten der Menschen sicher und geschützt halten. Wir glauben, dass der Schutz der Privatsphäre ein grundlegendes Menschenrecht ist“, sagt Craig Federighi, Senior Vice President of Software Engineering von Apple.

Intern: Unsere Update-Empfehlungen

macOS Big Sur: Wir warten auf das Update auf 11.2 und überprüfen, ob die versprochenen Neuerungen die bestehenden Probleme lösen, bevor wir das Okay fürs Update geben.

iPadOS: Wir empfehlen unbedingt sobald als möglich das Update auf 14.4 durchzuführen, da dieses wichtige Sicherheitsupdate einspielt und Sicherheitslücken schliesst.

Und noch dies…

Interessanter Artikel über die Anzahl weltweit eingesetzter Apple Geräte als Empfehlung fürs Schlechtwetterprogramm 😉